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Koalitionsvertrag findet geteiltes Echo bei der Veranstaltungswirtschaft

Koalitionsvertrag findet geteiltes Echo bei der Veranstaltungswirtschaft

Am 24. November 2021 veröffentlichten die zukünftigen Regierungsparteien ihren Koalitionsvertrag. In der Veranstaltungswirtschaft habe dieser ein geteiltes Echo gefunden, heißt es in einer Pressemitteilung des Forums Veranstaltungswirtschaft. Zufrieden seien lediglich die Kulturveranstalter.

 

„Wir begrüßen es sehr, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft einen eigenen Ansprechpartner in der Regierung erhalten soll“, sagt Prof. Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). „Auch die angekündigte Fortführung der Neustart-Kultur-Programme - hoffentlich bis in das Jahr 2023 hinein - wird den Kulturveranstaltern die Rückkehr in die Normalität erleichtern.“

 

Sehr erfreulich für den gesamten Kulturbetrieb sei es auch, dass Musikclubs zukünftig als Kulturorte behandelt werden und die internationale Kulturpolitik gestärkt werden soll. Veranstaltungsunternehmen des B2B-Bereichs seien allerdings von dem Vertrag weitgehend enttäuscht. „Obwohl wir von den Eindämmungsmaßnahmen der Corona-Pandemie am härtesten betroffen sind, wird unser Wirtschaftszweig in dem Regierungskonzept mit keinem Wort erwähnt“, sagt Randell Greenlee, Bereichsleiter Politik und International des Verbandes für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT).

 

Zum B2B-Bereich der Branche zählen zum Beispiel Kongresse, Tagungen, Ausstellungen und Firmen-Events sowie der gesamte Dienstleistungssektor der Veranstaltungswirtschaft. Auch der wirtschaftlich besonders bedeutende Messebereich findet keine Erwähnung. Ebenso bedauerlich sei es, dass die für die Branche existenzielle Verlängerung der Überbrückungshilfe 3 bis Ende Juni kommenden Jahres nicht geplant zu sein scheine. Zudem werde die Ankündigung der „dringend erforderlichen“ Verlängerung der Neustarthilfe Plus sowie die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes vermisst.

 

Der Wirtschaftszweig könne dem Vertrag allerdings auch positive Elemente entnehmen. Dazu zählen zum Beispiel die vorgesehene Ermöglichung flexiblerer Arbeitszeitmodelle und die finanzielle und strukturelle Unterstützung der Kommunen. „Auch die zukünftige Unterstützung von Sportgroßveranstaltungen begrüßen wir außerordentlich und sehen darin ein klares Bekenntnis der neuen Regierung zum Veranstaltungsstandort Deutschland“, sagt Timo Feuerbach, Geschäftsführer des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC). „Die Veranstaltungswirtschaft in ihrer Gesamtheit findet aber zu wenig Beachtung. Veranstaltungsstätten leisten wichtige Beiträge für zukunftsfähige Innenstädte und die Lebensqualität in Stadt und Land und müssen besser gefördert werden.“

 

Alle Verbandsvertreter hofften, dass die oder der vorgesehene Beauftragte für Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur die Interessen der Kulturveranstalter, sondern auch der übrigen Veranstaltungsmärkte hinreichend im Fokus haben wird. Schließlich sei die Branche „der entscheidende Motor, ohne dessen Antriebskraft auch der Kulturbetrieb nach den vielen Monaten des Stillstands nicht wieder auf die Beine kommen“ werde.

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft ist eine Allianz aus sechs Verbänden des Wirtschaftsbereichs: BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren), FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen), ISDV (Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft), LiveKomm (Verband der Musikspielstätten in Deutschland) und VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik).

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

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