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NEP Germany bezieht Luftfrachtcontainer für Formel-1-Produktionen

Die TV-Produktion der Formel 1 ist zusätzlich zu den produktionstechnischen Herausforderungen auch ein logistischer Kraftakt. Produktionsequipment zieht mit dem Rennzirkus um die Welt und muss immer zur richtigen Zeit vor Ort und einsatzfähig sein. Um eine schnell einsatzfähige Lösung an den Rennstrecken zu haben, setzt NEP Germany eine neue Containerlösung ein, die zur Übertragung der Signale aus der Boxengasse und für Interviews genutzt wird.

 

NEP Germany fungiert, seitdem der Sender Servus TV die Rechte zur Übertragung der Formel 1 ab dieser Saison erworben hat, als Produktionsdienstleister. Zusammen mit Broadcast Solutions wurde ein mobiles Produktionsstudio in einem ausziehbaren Luftfracht-Container verbaut, der - zusammen mit weiteren Luftfrachtcontainern, die sozusagen als Rüstwagen fungieren - während der Formel 1-Saison rund um die Welt unterwegs ist.

 

Der POD, der in einem mit Ausschüben ausgestatteten Luftfrachtcontainer untergebracht ist, dient primär zur Produktion von Interviews und Experten-Gesprächen, die mit zwei Drahtlos-Kamera-Teams und einem EB-Team rund um die Strecke oder in der Boxengasse eingefangen werden. Er beherbergt alle wichtigen Technikkomponenten für eine TV-Produktion, die auch in einem Ü-Wagen untergebracht sind.

 

Mit zwei Ausschüben lässt sich der POD von 7,5 auf 14 Quadratmeter Fläche vergrößern und bietet im Einsatzmodus Raum für vier Arbeitsplätze (1 x Audio-Engineer, 1 x Video Engineer, 2 x Redaktion) inklusive zentralem Technikrack mit 2 x 38 HE. Im POD erfolgt das Monitoring der Video- und Audio-Signale der Kamera-Teams, die bei der Produktion im Einsatz sind, sowie die Steuerung der Intercom-Signale und der Motorola-Funkstrecken. Während der Produktionen werden die Audio- und Videosignale direkt von der Rennstrecke via Darkfiber nach Salzburg ins Sendezentrum von Servus TV übermittelt und das Sendesignal erstellt.

 

Das In-Ear Monitoring der Moderatoren, Reporter und Kamerateams wird im POD produziert, um Audio Delays zu vermeiden. Der POD sowie die Wisycom-Transmitter, die das Drahtlosnetzwerk über die Strecke hinweg realisieren, arbeiten mit digitalem Audio im Dante-Format. Die Signale der Intercom werden in AES67 verarbeitet, es fallen weitere analoge Audio-Signale aus den Office-Containern an.

 

Um eine reibungslose Konvertierung sicherzustellen, sind mehrere Prodigy-Multiformat-Konverter von Directout in Stageboxen im Einsatz, die die Konvertierung von analogem Audio und AES67 zu Dante und umgekehrt übernehmen. Im POD selbst dient eine digitale Yamaha-QL1-Audiokonsole mit Dante-Integration zur Mischung der Signale. Als Kreuzschiene ist im POD Riedels MicroN-System im Einsatz. Die Steuerung der Audio- und Video-Signale übernimmt das Hi-Human-Interface-Steuerungssystem von Broadcast Solutions.

 

Technisch und die Workflows betreffend ist der POD so konzipiert, dass perspektivisch auch eine vollumfassende Fernsteuerung aus dem Sendezentrum in Salzburg möglich ist.

 

(Fotos: Broadcast Solutions/NEP Germany)

 

www.broadcast-solutions.de

 

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